Website-Icon urban.dog

Keine Angst, der will dich nur beruhigen – Hunde helfen gegen Flugangst

Hunde helfen gegen Flugangst

SOURCE: ©WVU

Einen Hund zu streicheln, senkt den Blutdruck. Das ist wissenschaftlich belegt. In mehreren Flughäfen der USA sind deshalb Hunde im Einsatz, die Menschen mit akuter Flugangst beruhigen.

Schweißausbruch, Herzrasen, Übelkeit und dann noch dieser ganz spezielle Blick, der dreißigmal in der Minute hektisch und irr sämtliche digitalen Anzeigetafeln scannt, in dem Wissen, der Check-in des Fluges taucht dort noch nirgendwo auf, denn der Flug, es stimmt, geht erst in zwei Stunden.

Während so gut wie jeder zweite Mensch ein diffus ungutes Gefühl und eine innerliche Anspannung beim Fliegen verspürt, befinden sich Aviophobiker – Menschen mit einer pathologischen Flugangst – am Flughafen quasi in ihrer persönlichen Vorhölle. Sie sind panisch, nicht ansprechbar, leiden wortlos, nicht selten versuchen Sie sich rasch zu sedieren, werfen Tabletten ein, stürzen während des 70-minütigen Fluges von Köln nach München drei Gin-Tonics hinunter oder machen einfach für immer Urlaub auf Balkonien.

Doch es ginge auch anders.

Weil die Anwesenheit eines Hundes und der konkrete Körperkontakt zu ihm nachweislich den menschlichen Blutdruck senken, setzen mehrere amerikanische Flughäfen mittlerweile Hunde als Beruhigungsmittel für Passagiere mit Flugangst ein. Sogenannte Wag Brigades, Wedel-Brigaden, sind in den Flughafen von San Francisco, Los Angeles, Fort Lauderdale und Miami unterwegs, wo jeder, der möchte und nach Ablenkung oder innerem Frieden sucht, die Vierbeiner streicheln darf.

In San Francisco sind es neben dem obligatorischen Hundeblick grüne Halsbänder mit der Aufschrift „Pet me“, „Streichel mich“, die als Einladung für Streichelbedürftige in den meisten Fällen ausreichen. Ausgesandt werden die hilfsbereiten Hunde dort von der städtischen Tierschutzorganisation SPCA – Society for the Prevention of Cruelty to Animals. Bereits seit 1981 ist die Non-Profit-Organisation im Auftrag tiergestützter Therapien am Ball. Auch andere Programme wie der Besuch ehrenamtlicher Hunde- und Haustierbesitzer mit ihren Liebsten in Kliniken, Kinder- und Altenheimen oder Reha-Zentren sind bereits von Erfolg gekrönt. Bleibt also nur noch abzuwarten, wann auch deutsche Flughäfen auf den Hund kommen.

 

Die mobile Version verlassen