Knapp 8 Millionen Hunde und rund 13 Millionen Katzen leben in den deutschen Haushalten. Doch wie viele Haustiere führen ein gesundes und artgerechtes Leben? Wie viele Halter machen sich Gedanken um die Umwelt, die unter den Produktionsbedingungen von Futter und Zubehör leidet? Wer von den besorgten Frauchen und Herrchen hinterfragt den massiven Einsatz von Antibiotika und Impfstoffen? Wer denkt an die Hochleistungskuh, wenn er eine Futterdose öffnet?

Mit ihrem Buchprojekt „Grüner Hund“ und „Grüne Katze“, Handbücher für nachhaltige Haustierhaltung will Kinga Rybinska den Fokus auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Haustiere lenken und das Leben von Hunden und Katzen im größeren Kontext aufzeigen.

Weg von der Verhätschelung und Vermenschlichung. Hin zum respekt- und verantwortungsvollen Umgang sowohl mit dem eigenen Haustier als auch mit der Umwelt, die direkt und indirekt involviert ist und in der Regel einen großen Schaden davon trägt.

Grüner Hund – Start einer tierfreundlichen Bewegung

„Was mit der Domestikation der Haustiere harmlos begann, entwickelte sich mittlerweile in eine vollkommen falsche Richtung“, erklärt Kinga ihre Beweggründe. „Die Heimtiere wurden als Goldgrube von der Industrie entdeckt: Billigfutter und Massenware auf der einen, Gourmet-Mahlzeiten und Luxus-Produkte auf der anderen Seite.

Tierversuche, chemieverseuchtes Zubehör und massive Umwelt- und Menschenausbeutung in den Niedriglohnländern. Dazu kommen krankhafte Züchtungen, übertriebenes Impfen und ein beinahe uneingeschränkter Einsatz von Antibiotika.

Dem muss man entgegenwirken, bevor unsere Haustiere vollständig instrumentalisiert und missbraucht werden“, so Kinga Rybinska. „Meine beiden Bücher sollen als Zäsur fungieren, als der Start einer tierfreundlichen Bewegung.“

Grüner Hund – Gegen das Fehlverhalten

Dabei bleibt das Thema Haustierhaltung sehr vielschichtig, emotionsgeladen und kontrovers. Bei vielen Haltern ist nämlich die falsch verstandene Liebe zu ihrem Vierbeiner – und nicht etwa der fehlende Respekt wie im Falle von Nutztieren – der Auslöser für Fehlverhalten. Während Rinder und Hühner nach kurzem und leidvollem Leben grausam geschlachtet werden, werden Hunde und Katzen mit Geschenken und „Liebesbeweisen“ überhäuft.

Mit ihren Büchern will Kinga Rybinska die Aufmerksamkeit auf die Missverhältnisse lenken und einen Weg aufzeigen, wie man als Haustierhalter mit Verstand und Verantwortung handeln kann: dem eigenen Haustier, dem Nutztier und der Umwelt gegenüber.

Im menschlichen Bereich ist der steigende Öko-Trend deutlich zu spüren: 10% der Menschen in Deutschland ernähren sich vegetarisch, über 1% (fast eine Million) vegan. Es gibt immer mehr Unternehmen mit nachhaltigem Hintergrund: Re- und Upcycling nimmt an Bedeutung zu, der Anteil an Bio-Stoffen in der Bekleidungsindustrie wächst.

„Es ist fünf vor zwölf, um die negative Entwicklung im Heimtierbereich zu stoppen“, sagt Kinga Rybinska. „Was die umweltbewussten Menschen für sich realisiert haben, muss auch auf die Haustierwelt übertragen werden.“

Grüner Hund - Handbuch für nachhaltiges Hundeleben
© Kinga Rybinska

Für mich ist es nicht nur ein Buch. Das ist ein inneres Bedürfnis, die Entwicklung, die im Moment läuft und in ein paar Jahrzehnte völlig ausartet, zu stoppen.

 

Grüner Hund – Die Themen im Überblick

In den beiden Büchern, die im Berliner Verlag „Fred & Otto“ erscheinen, behandelt die Autorin unter anderem folgende Aspekte:

  • Wie vermeide ich Zubehör oder Nahrung, die auf Tierversuchen basieren?
  • Gourmetküche oder Billigfraß: Zwischen zwei Extremen
  • Legale Maschen der Futterindustrie: Leseanleitung für Produktetiketten
  • Vegane Fütterung: Wie viel Ideologie braucht der Hund?
  • Bio-Fleisch: Kann ich was für die Kuh tun?
  • Wie viel Impfstoff verträgt der Hund / die Katze?
  • Zwischen Sorge und Liebe: Wohnungskatze oder Freigänger?
  • Welpenhandel: Das Geschäft mit dem Mitleid
  • Kaufen oder adoptieren: Zwischen Zucht und Tierschutz
  • Haustiermittel oder Chemiekeule: Back to the roots
  • Shampoo für glänzendes Fell und Salbe für weiche Pfoten: Natur statt Chemie
  • Welche Wirkung haben Giftstoffe im billig produzierten Spielzeug?
  • Bio-Stoffe und Recycling-Materialien: Tierzubehör mit Verantwortung
  • Do it yourself: Verwertung statt Verschwendung home made
  • Edle Lederaccessoires: Das Geschäft mit dem Tod
  • Bio-Siegel: Zertifikate für Textilien

Zu den beiden Buchprojekten will Kinga alle engagierten Hunde- und Katzenhalter sowie verantwortungsvolle Unternehmen und Dienstleister einladen. Produkttipps, Themenvorschläge, neue Lösungsansätze oder Rückmeldung von potenziellen Interview-Partnern sind herzlich willkommen.

Das Entstehen der Fachbücher wird über die Crowdfunding-Plattform Startnext finanziert. Unter www.startnext.com/gruener-hund findet ihr alle Informationen und könnt das Projekt unterstützen. Für alle Unterstützer gibt es natürlich verschiedene Dankeschön´s. Somit bekommt ihr noch etwas für euer Geld und unterstützt dieses tolle Projekt.

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