Kaiserwetter, 35 000 Besucher – und dann ein Unfall. TV-Star Gerit Kling stürzt beim Schlittenhunderennen Baltic Lights auf Usedom. Das Ganze geht glimpflich aus. Für die Schauspielerin Anlass, ihrem Schutzengel zu danken – und eine Ankündigung zu machen.
Heringsdorf – Ein Unfall der Schauspielerin Gerit Kling hat ein Promi-Schlittenhunderennen auf der Ostsee-Insel Usedom überschattet. Die 51-Jährige stürzte am Samstag, als ihre vier Zughunde einem Security-Fahrzeug am Streckenrand auswichen. Kling wurde mit Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma ins Klinikum Greifswald geflogen. „Die Hunde wollten einer Pfütze ausweichen und sind voll auf das Auto zugelaufen. Da hat es mich dann plötzlich über die Motorhaube gehauen“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. Und fügte hinzu: „Ein großes Dankeschön an meinen Schutzengel!“

Im Krankenhaus wurden der Zeitung zufolge eine Gehirnerschütterung und Schnittverletzungen an den Beinen diagnostiziert. „Ich hatte Glück im Unglück, das hätte auch ganz anders ausgehen können“, sagte Kling. Die Schauspielerin (Notruf Hafenkante) wurde am Sonntag wieder aus der Klinik entlassen und ließ sich von ihrem Ehemann direkt zurück zur Strecke fahren. „Mir tut jetzt alles weh, so als hätte mich jemand verprügelt, aber das wird sich alles geben“, sagte sie in einem von den Veranstaltern zur Verfügung gestellten Video.
Baltic Lights mit vielen Prominenten
Es gehe ihr schon deutlich besser und sie sei froh, dass sie ihre Erinnerung wiederhabe. Kling und ihre Schwester Anja waren der Einladung ihres Kollegen Till Demtrøder zur zweiten Auflage der „Baltic Lights“-Veranstaltung gefolgt – ebenso wie etwa Didi Hallervorden, Andreas Hoppe, Jutta Speidel oder Michael Mendl.
„Es war eine sehr, sehr unglückliche Verkettung, die dazu geführt hat. Es tut mir sehr, sehr leid für Gerit“, sagte Organisator Demtrøder zum Sturz. An dessen Adresse gerichtet sagte Kling: „Ich kann Dir eins versprechen, lieber Till: Ich bin nächstes Jahr wieder dabei und werde dieses Rennen gewinnen.“
Nach dem Unglück wurden die Rennen fortgesetzt – auf ausdrücklichen Wunsch Klings, wie Demtrøder erklärte. Die 51-Jährige sei nach dem Sturz bei Bewusstsein und ansprechbar gewesen und er habe sie gefragt, „ob wir das Rennen fortsetzen sollen und dann hat sie gesagt: „Ja, bitte fortsetzen und auf jeden Fall weitermachen“, berichtete Demtrøder der Deutschen Presse-Agentur. Er betonte: „Wir haben hier ein hohes Maß an Sicherheitsmaßnahmen getroffen.“ Es fahre aber immer ein Restrisiko mit.

Baltic Lights ohne Schnee
Nach dem Rennen der Prominenten standen die Rennen der rund 40 Hundeschlittenführer – sogenannte Musher – und mehr als 300 Huskys auf dem Programm. Wegen des fehlenden Schnees zogen die Hunde Wagen mit Ballonreifen über die sechs Kilometer lange Rennstrecke zwischen den Seebrücken Heringsdorf und Ahlbeck.
Rund 35 000 Zuschauer säumten nach Schätzungen der Veranstalter alleine am Samstag bei Frühlingswetter die Strecke, weitere 15 000 Besucher verfolgten den Schätzungen zufolge am Sonntag die Rennen.