Zwar hat man Tollwut in Deutschland mittlerweile durch das Auslegen von Fuchsködern im Griff, aber als ausgerottet kann man diese weltweit verbreitete Krankheit noch lange nicht bezeichnen.
Alle Säugetiere können an Tollwut erkranken, in Deutschland infiziert sich ein Hund meist über Fuchsbisse. Da diese, durch großflächig verteilte Köder, gegen Tollwut geimpft werden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Hund daran erkrankt, sehr gering geworden. Bei Auslandsreisen und Hunden, die nicht aus Deutschland stammen, sollte der Impfstatus allerdings rechtzeitig überprüft werden. Häufig gehört die Tollwutimpfung zu den Einreisebedingungen in ein anderes Land.
Bei Tollwut handelt es sich um eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit.
Wird ein Hund von einem infizierten Fuchs gebissen beträgt die Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit 2 bis 10 Wochen, je nachdem wie nah die Eintrittsstelle des Virus am Gehirn ist. Denn Tollwut ist eine Erkrankung, die das Nervensystem betrifft.
Ist die Tollwut-Erkrankung ausgebrochen, dauert sie zwischen einen und sieben Tagen.Der Tollwut-Virus greift das zentrale Nervensystem an. Es wandert von der Bissstelle über die peripheren Nerven, über das Rückenmark bis zum Gehirn des Hundes. Ist das Virus direkt ins Blut übertragen worden, kann es über die Blutbahnen noch schneller im Gehirn ankommen.
In der ersten Phase kommt es bei Tollwut zu recht allgemeinen Symptomen. Der Hund hat Fieber, Durchfall oder Erbrechen. Sollte der Hund sich aber nach und nach anders verhalten als sonst, gegen Licht und Geräusche empfindlich werden wird die Tollwut-Erkrankung deutlicher.
Die zweite Phase wird dann akut. Durch die auftretenden Lähmungen, Muskelzuckungen und Unruhen, gepaart mit wechselnden Gemütszuständen besonders in Bezug auf Wasser (Wasserangst), macht der Hund einen wirklich tollwütigen Eindruck.
Die dritte Phase ist durch die fortschreitende Lähmung gekennzeichnet. Aufgrund der Lähmung der Atemmuskulatur kann der Hund früher oder später nicht mehr atmen und stirbt in den allermeisten Fällen.
Eine Behandlungsmethode für Tollwut gibt es nur in Form einer präventiven Impfung. Bereits der Verdacht auf den Kontakt mit einem tollwütigen Tier reicht aus, um den Hund einzuschläfern. Nur Hundebesitzer die eine Tollwutimpfung nachweisen können, können ihren Hund davor bewahren.