18 Kandidaten schmetterten mal mehr, mal weniger um die 10 besten Plätze im Finale. Bringen Hunde etwa mehr Stimmen beim Voting?

Es war gestern wieder Zeit für das erste Semifinale beim Eurovision Song Contest 2016. 18 Länder präsentierten sich dabei mit ihren Kandidaten. Vorausgesetzt war jedoch, dass man die Sender EinsFestival und Phoenix auf der Fernbedienung gefunden hatte. Die Nischensender müssen sich über die Quoten allerdings sehr gefreut haben, da sie sonst im Dschungel der Kanäle untergehen.

Wie so oft habe ich mich (als gebürtiger Pole) fremdgeschämt. Nämlich für die teilweise skurillen Auftritte unserer Ostblockfreunde, im Look der späten 80er. Dabei war der Gesang bei einigen recht gut, dies wurde leider meistens durch die Erscheinung der Kandidaten stark abgewertet.

So war es auch bei der überaus sympatischen Nina Kraljić aus Kroatien. Eine gewaltige Stimme, mit nettem Lied „Lighthouse“. Ihr Auftritt in einem Kleid, das so schwer wirkte und wohl Ursache war, für nicht vorhandene Hüftschwünge, könnte man als statisch bewerten. Dafür fuchtelte ihre Arme und Hände um so mehr, als wolle sie die dicke Studioluft vertreiben. Bleiben darf die Nina erstmal, denn am hat sie es ins Finale geschafft.

Finland's Sandhja mit ihrem Song Sing It Away
© Eurovision/Sandhja

Vor jedem Auftritt gabt es wie üblich Portraits der Teilnehmer, in welchen sich die Kandidaten präsentierten. Mich haben die Portraits immerhin davon abgehalten umzuschalten. Zum Glück, denn so konnte ich dann die Junge Sandhja und ihren Hund mit ihrem Beitrag für Finnland „Sing It Away“ entdecken. Die 25-Jährige Sandhja hat orientalische Wurzeln und eine soulige Stimme.

Finland's Sandhja mit ihrem Song Sing It Away
© Eurovision/Sandhja´s Hund

Der Song jedoch konnte nicht überzeugen und so ist sie nicht ins Finale gekommen. Ihr Staffordshire Terrier hat ihr dieses Mal kein Glück gebracht. Aber fest steht, dass er ihr das Scheitern beim ESC sofort verziehen hat und Sandhja trotzdem lieben und Trost spenden wird.

Russia's Sergey Lazarev mit seinem Song 'You Are the Only One'
© Eurovision/Lazarev

Der 33-Jährige Sergej Lazarev hatte mehr Glück mit seinem Lied „You Are The Only One“ für Russland. Der Song hört sich vertraut an. Teile des Textes hatte man in der Vergangenheit schon mehrfach in den Charts gehört. „You are the only one, you are my only one…..“ blablabla. Doch anscheinend konnte er mit seiner digitalen Performance das Publikum überzeugen. Lazarev´s Hund hat ihm vielleicht zu seinem ersten Etappensieg verholfen?!

Überblick: Gewinner und Verlierer des ersten ESC-Halbfinales

Im Finale sind:

Aserbaidschan: Samra -„Miracle“
Russland: Sergey Lazarev – „You Are The Only One“
Niederlande: Douwe Bob – „Slow Down“
Ungarn: Freddie – „Pioneer“
Kroatien: Nina Kraljic – „Lighthouse“
Österreich: Zoë – „Loin d’ici“
Armenien: Iveta Mukuchyan – „LoveWave“
Tschechien: Gabriela Guncikova – „I Stand“
Zypern: Minus One – „Alter Ego“
Malta: Ira Losco – „Walk on Water“

Ausgeschieden sind:

Finnland: Sandjha – „Sing It Away“
Griechenland: Argo – „Utopian Land“
Moldawien: Lidia Isac – „Falling Stars“
San Marino: Serhat – „I Didn’t Know“
Estland: Jüri Pootsmann – „Play“
Montenegro: Highway – „The Real Thing“
Island: Greta Salóme – „Hear Them Calling“
Bosnien & Herzegowina: Dalal & Deen feat. Ana Rucner & Jala – „Ljubav Je“

Das zweite Halbfinale ist am Donnerstag ab 21.00 Uhr in EinsFestival und Phoenix zu sehen.
Auch einen Livestream gibt es direkt auf der Seite von Eurovision.

Jamie-Lee Kriewitz ist mit ihrem Song „Ghost“ automatisch im Finale.

Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs heißt „Come together“. Der Eurovision Song Contest ist der weltweit am meisten beachtete Musikwettbewerb. Es werden 200 Millionen Zuschauer für das Finale erwartet. Dieses Jahr übertragen auch die USA die Show zum ersten Mal live. In Australien gehört es mittlerweile auch zur TV Tradition.

Die Punktekarte für das 2. Halbfinale zum Download gibt es hier.

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